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Vorbericht: Kunst, Keramik ,Sammlung Weck & Russisches Kunsthandwerk - Auktionshaus Dr. Fischer ( 08.04.2008 ) Translate this page
Vorbericht: Kunst, Keramik ,Sammlung Weck & Russisches Kunsthandwerk - Auktionshaus Dr. Fischer
In der Kunst/Keramik Auktion am 10. Mai 2008 in Heilbronn stehen besonders seltene Meissner-Porzellan-Stücke im Vordergrund. Johann Joachim Kaendler zählt heute zu den bedeutendsten Modelleuren der Meissner Porzellanmanufaktur. Seine herausragenden Porzellanplastiken sind wahre Meisterwerke sowohl in technischer als auch ästhetischer Hinsicht.

Eine Feuer-Potpourrivase aus der Reihe der Vier Elemente wird sicherlich das Feuer in einigen Sammlerherzen entfachen. Die um 1750 modellierte Vase startet mit einem Preis von 6.000 Euro. Ein seltener Meissner Walzenkrug (um 1730) zeichnet sich durch die Malerei des Hausmalers Franz Ferdinand Mayer Preßnitz aus (Schätzpreis 13.000 Euro).
Die legendäre Tänzerin Loie Fuller, die ihre gefeierten Auftritte in den Weltmetropolen New York, Paris und Berlin hatte, war eine Inspirationsquelle für viele Künstler. Berühmte Namen wie Jules Chéret, Maurice Denis oder Henri de Toulouse-Lautrec haben die außergewöhnliche Tänzerin auf Papier festgehalten. Ihre anmutige Erscheinung war auch für den Künstler Theodor Eichler Grund genug, sie in feinstem Meissner Porzellan zu verewigen. Die noch vor 1924 ausgeführte sogenannte ?Schleiertänzerin? (Schätzpreis 4.500 Euro) repräsentiert die außergewöhnliche Sammlung von Jugendstilporzellan, die neben edlen Stücken Rosenthal auch Sèvre und Zsolnay bereithält.
In der Auktion sind außerdem Keramik-Arbeiten des vielseitigen Künstlers Emile Gallé vertreten ? zum Beispiel eine dekorative Schale mit Blütendolden (Schätzpreis 550 Euro).
Im Bereich der Modernen Keramik klingen berühmte Namen wie C. Pearson, P. F. Beard und Prof. H. Lifka. Eine Offerte an Steinzeug aus Annaberg, Muskau, Bunzlau und Westerwald rundet das Bild in der Alten Keramik ab.
Bei dem breiten Angebot an Zinn, u.a. aus dem Siebenbürgischen-, mittel- und norddeutschen Raum, sticht eine Breslauer Kanne, datiert 1695, hervor.
Das bedeutendste Stück mit hohem kulturgeschichtlichem Wert unter dem vielfältigen Angebot an Silber ist ein seltener teilvergoldeter Kluftbecher mit Tränendekor, der in Siebenbürgen, wahrscheinlich Hermannstadt, um 1600 entstand. Der 21 cm hohe Becher bringt satte 365 g auf die Wage (Schätzpreis 12.000 Euro). Vertreten ist außerdem auch das bekannte Augsburger Silber: eine Kaffeekanne, die von Jakob Wilhelm Kolb gefertigt wurde (Schätzpreis 3.500 Euro)


SAMMLUNG WECK

Der höchste Mensch gebraucht sein Herz wie einen Spiegel. Er geht den Dingen nicht nach und geht ihnen nicht entgegen; er spiegelt sie wider, aber hält sie nicht fest.
Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland

Welch ein Schritt für einen passionierten Sammler, welch ein weit reichender Entschluss für seine Umgebung, sich von seinen über lange Jahre mit Liebe und Leidenschaft zusammengetragenen ?Schätzen? zu trennen. Jedes Stück wurde mit Bedacht ausgewählt, wurde in Auktionen oder Messen erkämpft und gegen Konkurrenten erfolgreich verteidigt. In den Händen des Sammlers wurden die erworbenen Gegenstände zu mehr als nur einem bloßen Kunstobjekt, - sie wurden zum Spiegel des Sammlers selbst.

Wie reichhaltig und aufregend das Leben des Sammlerehepaars Weck gewesen sein mag, lässt sich an den in ungewöhnlicher Vielfalt vertretenen Objekten erkennen. Ein ganz besonderes Verhältnis pflegten sie zur lokalen volkstümlichen Kunst, wie die zahlreichen Stiche aus Bad Mergentheim und Umgebung beweisen.

Nach über 51 Jahren Sammelleidenschaft kommt es nun zu einem Verkauf der verbliebenen Bestände und damit aber nur bedingt zu einem Ende der Sammlung. Denn es ist die Natur eines Kunstliebhabers, durch seinen Einsatz den Kreislauf der schönen Dinge in Bewegung zu halten.


Am 10. Mai 2008 werden die Restbestände der Privatsammlung des in Bad Mergentheim wohnenden Sammlerehepaars Weck versteigert. Die Objekte, mit einem Schwerpunkt auf lokaler Volkskunst, zeichnen sich besonders durch Vielfältigkeit aus. Sie werden zu moderaten Schätzpreisen, aber ohne Limit, angeboten.
Heinz Weck ist ein Sammler von Kindesbeinen an. Als gebürtiger Sachse kam er besonders früh mit dem Meissner Porzellan in Verbindung und ließ sich von diesem edlen Porzellan zu einer intensiven Sammelleidenschaft anregen. Ein besonderes Beispiel aus seiner Sammlung sind die um 1769 in Meissen gefertigten Leuchter, nach einem Modell von J.J. Kaendler (Schätzpreis 1.500 Euro).
Neben dieser sehr breit gefächerten Auswahl an Porzellan, Fayencen und Steinzeug werden für ?Lokalpatriotisten? besonders die zahlreichen Graphiken aus Bad Mergentheim und Umgebung interessant sein. Ein überaus schön kolorierter Holzstich zeigt verschiedene Ansichten aus Bad Mergentheim (19. Jh.): ?Die Kaserne-Marktplatz mit der Stadtkirche - Maria-Hilf-Kapelle - Ruine Neuhaus - Mergentheim - Karlsbad ? Schloßkirche? und wird für 50 Euro angeboten.
Die Sammelleidenschaft reichte allerdings weit über die Grenzen der neuen Heimat hinaus. Neben Veduten sind auch zahlreiche altmeisterliche Graphiken bereit, einen neuen Besitzer zu finden. Die zum Teil aus dem 16./17. Jh. stammenden Graphiken sind in Konvolute zusammengefasst und werden zu moderaten Schätzpreisen angeboten: z.B. sechs Blatt für 130 Euro. Verschiedene Merian-Kupferstiche aus dem 17. Jh. locken ebenfalls mit niedrigen Preisen (z.B. ein Kupferstich, 150 Euro) oder Graphiken nach Dürer aus dem 18./19.Jh. (ab 250 Euro).
Ein wichtiges Zeitzeugnis ist die Uhr vom Hof-Uhrmacher Johann Erasmus Baumgartinger, der 1748 als Kind einer in Bad Mergentheim bereits seit mehreren Generationen tätigen Uhrmacherfamilie geboren wurde. Im Jahre 1776 erhielt Baumgartinger in Mergentheim seine Meisterzeichen und das Recht, als Uhrmacher zu arbeiten. Baumgartinger arbeitete unter anderem mit Johann Wolfgang von der Auvera. Er starb am 24. Juni 1811. Zu seiner Hinterlassenschaft zählen heute zahlreiche Uhren, die seine erlesene Kunstfertigkeit in diesem Handwerk belegen. In der Auktion kommt eine außergewöhnlich Baumgartinger Uhr für 3000 Euro zum Aufruf.
In seinen Sammlerjahren trugen die Eheleute außerdem eine hochwertige, umfangreiche Schmucksammlung zusammen. Glänzende Objekte aus den über 150 Positionen sind eine Biedermeier-Parure (Schätzpreis 7.000) und ein edles französisches Diamantcollier (Schätzpreis 7.900 Euro).
Im weiteren Angebot sind ausgefallene und äußerst exquisite Schmuckstücke vom Jugendstil bis zum Art Deco sowie mannigfacher, sehr dekorativer Goldschmuck, der in Konvolute zusammengefasst ist und zu verlockenden Preisen präsentiert wird. Interessant sind außerdem die feurigen, ungefassten Brillanten in unterschiedlichen Schliffarten und ausgefallenen Farben sowie weitere Edelsteinkonvolute - u.a. Opale, Tansanite und Turmaline.


Spezialauktion Russisches Kunsthandwerk und Gemälde

In der Auktion Russisches Kunsthandwerk und Gemälde am 10. Mai 2008 kommen über 250 Kostbarkeiten aus dem Zarenreich zum Aufruf. Repräsentativ für exquisite Fabergé?Arbeiten, steht eine feine Moosachat-Brosche aus St. Petersburg, Ende 19. Jh. (Schätzpreis 10.000 Euro). Dazu gesellt sich ein vollplastisch gearbeiteter Hahn aus Nephrit, dessen goldmontierte Rubin-Cabochons-Augen feurig funkeln. Auch er entstammt der Fabergé-Werkstatt um 1900 (Schätzpreis 7.500 Euro).
Im Bereich Glas/Silber fällt besonders eine große, repräsentative Tischdekoration mit einer aufwendig gearbeiteten Silbermontierung in Form von Jugendstil-Blüten- und Rankenmotiven ins Auge. Der silberne Glanz dieser edlen Arbeit, die aus den Händen von Iwan Petrowitsch Chlebnikow (1908-1917) stammt, wird durch aufgesetzte grüne Cabochons zusätzlich verstärkt (Schätzpreis 12.000 Euro). Ein prächtiges Karaffenpaar aus dem Ende des 19. Jh. wurde durch die Hand des russischen Meisters Bolin veredelt (Schätzpreis 22.000 Euro).
Die russischen Gemälde werden in dieser Auktion vom nonkonformistischem Künstler Vladimir Ovchinnikov überstrahlt. ?Die Gefangennahme Christi? ist ein weiteres bildgewaltiges Werk, das die Eigenmächtigkeit des kommunistischen Staates Russlands thematisiert.
Von Nikolai Iwanowitsch Lieberich stammt die in Bronze festgehaltene Momentaufnahme zweier Männer, die auf Ihrer Wolfsjagd von vier Jagdhunden und zwei Pferden begleitet werden (Schätzpreis 4.500 Euro). Albert-Moritz Wolff schuf das beliebte Motiv ?Der Abschiedskuss? (Schätzpreis 1.800 Euro) und die genrehafte Gruppe ?Mädchen beim Tränken der Pferde? (Schätzpreis 2.800 Euro).

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