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Herbstspektakel bei Dr. Fischer in Heilbronn ( 30.10.2007 ) Translate this page
Herbstspektakel bei Dr. Fischer in Heilbronn
Nachbericht zur Auktion vom 20. Oktober 2007. Der Auktionssaal im Trappenseeschlösschen verwandelte sich am Wochenende, dem 20. Oktober 2007 in ein buntes Farbenmeer. Kurz vor zehn Uhr vormittags fanden sich die Mitstreiter ein, angelockt von dem viel versprechenden und epochenübergreifenden Angebot an wertvollem Glas.

(pr) Ein erstes Bietergefecht entfachte sich um eine seltene venezianische Doppelhenkelschale aus dem 17. Jh. Der Schätzpreis von ?950 schnellte in die Höhe und kam erst bei ?1.700 zum stehen (Kat. Nr. 15.). Glas aus dem 18. und 19. Jahrhundert war in den folgenden Stunde weiterhin sehr begehrt. So verdoppelte sich der Preis eines Schorborner Pokals aus dem letzten Drittel des 18. Jh. und wurde mit ?1.000 zugeschlagen (Kat. Nr. 36). Eine alpenländische Schnapsflasche aus dem 18. Jh. konnte ihren Schätzpreis fast vervierfachen; der Kampf um dieses seltene Stück kam erst bei ?3.500 zum erliegen (Kat. Nr. 71). Eine andere alpenländische Flasche wurde mit ?2.200 zugeschlagen (Kat. Nr. 73). Wie hoch altes Glas im Kurs steht, zeigten auch die Bemühungen mehrerer Bieter um eine deutsche Rechteckflasche, um 1700. Der Schätzpreis von ?850 ließ sich nicht lange halten; der Hammer fiel erst bei ?3.500.

Mit dem Versprechen ?INCORRUPTA FIDE? lockte ein seltener und äußert fein geschnittener Nürnberger Hohlbaluster Pokal, um 1680 (Kat. Nr. 106) und entlockte seinem neuen Besitzer ?4.000. Ein Deckelpokal mit dem Wappen der Familie Palm (Kat. Nr. 110) verdreifachte den Schätzpreis und erzielte einen Zuschlag von ? 7.500.

Im Bereich des Emailglas stachen u. a. eine sächsische Apothekerflasche (Kat. Nr. 157) hervor, die mit ?1.800 zugeschlagen wurde und ein aus dem süddeutschen Raum stammender sogenannter Erotikabecher (Kat. Nr. 168), der im Saal ?1000 erreichte.
Für ?1.500 Euro wurde ein Wiener Becher mit der Darstellung des Ritterschlosses in Laxenburg (Kat. Nr. 211) zugeschlagen. Ein farbiger Egermann Becher (Kat. Nr. 215) brachte ?1.400.

Um echte Ausreißer handelte es sich sowohl bei einem böhmischen Fußbecher (Kat. Nr. 262), der den Schätzpreis mehr als verdreifachte und für ?1.100 zugeschlagen wurde als auch bei einem Becherglas aus der Gräflich Schaffgotsch?schen Josephinenhütte (Kat. Nr. 277), das von ?280 auf ?1.500 hochkletterte.

Die Herzen schlugen schneller und die Preise schnellten höher, als die ersten Positionen des Jugendstilglas? aufgerufen wurden. Ein erster Vorgeschmack auf die folgenden hitzigen Kämpfe war das kurze Gefecht um den Besitz einer Vase von Aristide Colotte (Kat. 422). Von ?4.700 kletterte der Preis auf ?8.500. Im Gegensatz zu diesem farblos gehaltenen Glas, das seine ganze Ausdruckskraft aus dem geometrischen Muster gewinnt, kam es danach zu einem regelrechten Feuerwerk der Farben. Allein die Gläser von H. Bergé und / oder E. Wirtz erzielten Höchstpreise. Für eine Schale mit Mohn (Kat. Nr. 433) fiel der Hammer bei ?10.000, eine andere Vase verziert mit einer Freesie (Kat. Nr. 447), wurde mit ?11.000 zugeschlagen und eine Vase mit Enzian (Kat. Nr. 456) erzielte einen Hammerpreis von ? 6000.

Die floralen Motive des französischen Jugendstilglases waren an diesem Tage sehr begehrt. Eine Vase mit Mohn, Daum Frères, Nancy, um 1898/99 (Kat. Nr. 434) verdreifachte ihren Preis und wechselte für ?8.500 den Besitzer. Herbstlich angehaucht lockte eine Soufflé-Vase (Kat. Nr. 471) mit violett leuchtenden Pflaumen von Emile Gallé. Der Hammer fiel bei ?10.000. In eine andere Welt entführte eine Vase mit Unterwasser Dekor (Kat. Nr. 473), ebenfalls von Emile Gallé gestaltet. Ihr Preis kletterte von ? 9000 auf ?12.000.
Elegant in ihrer Erscheinung und in den Farben äußerst ausgewählt, entzückte eine Langhalsvase mit Venusschuh und Magnolie von Eugène und Désiré Muller, Croismare, 1910-1914 (Kat. Nr. 509) mehrere Herzen. Das darauf folgende Bietergefecht kam erst bei ? 7.000 zum erliegen.

Die Arbeiten des Franzosen René Lalique sind auf dem Kunstmarkt eine Rarität und bei Sammlern, Händlern und Galeristen sehr begehrt. Ein außergewöhnliches Top Los und Gegenstand vieler Begierden war an diesem Tag eine bedeutende Vase Penthièvre (Kat. Nr. 528) eben dieses Glaskünstlers. An Telefonen und im Saal entbrannte ein heftiger Streit um diese seltene Arbeit. Die Hände schossen in die Höhe und der Saal atmete auf, als der Hammer zum dritten Mal die Summe von ?14.000 bestätigte.
Ebenfalls umkämpft war eine Loetz Vase ?Opal Phänomen Gre ¼. Tropfen metallrot mit Silber? (Kat. 535). Der bei ?5.800 angesetzte Schätzpreis raste in die Höhe und blieb erst bei ?9.000 stehen.

Sie sind immer wieder ein Hingucker und ein Muss für jeden Liebhaber der Neuen Sachlichkeit: die Entwürfe für Stängelgläser des Künstlers Otto Prutscher. Das in blau gehaltene Glas wurde mit ?6000 zugeschlagen (Kat. Nr. 714).
Das Glas der 50er Jahre wurde von den beiden Highlights der Glaskünstler Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtova dominiert. Erneut liefen die Telefonleitungen heiß, als eine Plastik ?Kuss? aufgerufen wurde. Das darauf folgende Bietergefecht ließ den Preis in die Höhe schnellen und kam erst bei ?22.000 zu stehen. Eine andere Plastik ?Taking off?, ebenfalls eine Arbeit des Künstlerpaares wurde mit ?30.000 zugeschlagen.
Weitere Höchstpreise wurden bei einer bedeutenden Murano Vase ?Pezzame? (Kat. Nr. 849) erzielt, die mit ? 15.000 zugeschlagen wurde und eine Vase des Künstlers Archimede Segusto (Kat. Nr. 894), die für ?12.000 den Saal verließ.

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