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Nachbericht: Auktion Kunst & Keramik, russisches Kunsthandwerk und Sammlung Weck - Auktionshaus Dr. Fischer ( 26.05.2008 ) Translate this page
Nachbericht: Auktion Kunst & Keramik, russisches Kunsthandwerk und Sammlung Weck - Auktionshaus Dr. Fischer
Heilbronn, 26. Mai 2008, (ah/pr) - Ein abwechslungsreiches mit einigen außergewöhnlichen Highlights versehenes Angebot und ein bietfreudiges Publikum prägten den Auktionstag im Auktionshaus Dr. Fischer. Neben Kunst & Keramik kamen über 260 Positionen von edelstem russischem Kunsthandwerk und die Sammlung des Ehepaares Weck aus Bad Mergentheim zum Ausruf.

Nachbericht: Auktion Kunst und Keramik
10. Mai 2008


Ein abwechslungsreiches mit einigen außergewöhnlichen Highlights versehenes Angebot und ein bietfreudiges Publikum prägten den Auktionstag im Auktionshaus Dr. Fischer. Bereits in der Sparte Porzellan konnten gute Preise erzielt werden. So wurde ein Teller aus dem Schwanenservice des Grafen von Brühl (Meissen, 1737-1741) für 9.000 verkauft. Eine mit einer feinen Chinoserie bemalte Zuckerdose (Meissen, um 1725/28) erzielte 7.500 Euro und ein Teekännchen, dass mit in Purpur gehaltenen holländischen Landschaften verziert ist wurde mit 5.500 Euro zugeschlagen. Um einiges hitziger ging es bei dem Bietgefecht um einen Teller mit einer Ansicht von Dresden (Meissen, vor 1924) zu. Der moderat angesetzte Preis von 1.800 Euro steigerte sich um ein vielfaches, als es zwischen einem Saal- und Telefonbieter zu einem heftigen Gefecht kam. Der Hammer fiel bei 4.200 Euro.

Im Bereich des Jugendstilporzellan stach besonders ein Name hervor: Constantin Holzer Defanti ist mit Sicherheit einer der interessantesten Künstler, die für die Porzellanmanufaktur Rosenthal arbeiteten. Eine seiner seltenen malerischen Arbeiten, die zur Versteigerung kamen, zeigt die Schauspielerin und Tänzerin Anita Berber. Der Preis des Ölgemäldes auf Karton schnellte von 880 Euro auf 2.200 Euro hoch. Die ebenfalls außergewöhnliche Darstellung der Lo Hesse in der Rolle einer ?Tschaokium? fand ebenfalls einige Umwerber. Der Preis blieb bei 1.800 Euro stehen.

Eine weitere starke Steigerung wurde bei einer Porzellan-Fayence aus der Werkstatt V. Zsolnay, Pecs (um 1909) erzielt. Der Preis konnte sich von 450 Euro auf 1.100 mehr als verdoppeln.

Die Hafnerkeramik präsentierte sich ebenfalls sehr stark. Ein Schneiderkrug mit Emblemen der Schneiderzunft (Siebenburg, Thorenburg, A. 19. Jh.) wechselte für 2.000 Euro seinen Besitzer. Zwei Gürtelkrüge (Siebenbürgen, Marpod, 1786) konnten einmal für 1.500 Euro und das andere mal für 2.700 Euro verkauft werden. Als ein siebenbürgischer Weinkrug (Draas, 1790) für 5.500 und ein anderer siebenbürgischer Nelkenkrug (Hermannstadt, 1740) für 5.000 Euro verkauft werden konnte, zeigte sich Keramik aus dem 18. Jahrhundert ein ums andere Mal als eine überaus begehrenswerte Ware.

Im Bereich des Silbers stach ein besonders qualitätvolles handwerkliches Zeugnis aus dem siebenbürgischem Raum des 18. Jahrhunderts hervor: ein Kluftbecher, der ein seltenes und nur um die Jahrhundertwende vom 16. zum 17. Jahrhundert benutztes Dekor, den sogenannten Tränendekor, zeigt. Der Zuschlag lag bei 12.500 Euro. Besonders begehrt war außerdem siebenbürgischer Trachtenschmuck. Ein Spangengürtel und eine Brosche (Hermannstadt, Johannes Georgius Hambacher, 1753-1792) wurden von 850 Euro auf 3.000 Euro hochgesteigert. Eine ähnliche Preissteigerung gab es bei einem siebenbürgischen Heftel, welches den Preis von 2.800 Euro auf 4.500 steigerte. Umkämpft war auch ein schlichter silberner Straßburger Barock-Becher (Johann Ludwig Imlin der Ältere, um 1690) erzielte einen Preis von 2.000 Euro und konnte damit den Startpreis mehr als verdreifachen. Ein englisches fünfteiliges Kaffee- und Teeservice (William Hutton & Sons, 1901/1907) konnte für 2.200 Euro verkauft werden.

Besonderes Highlight im Bereich Zinn war eine Breslauer Schleifkanne (datiert 1695), die von 1.700 Euro auf 3.000 Euro hochgesteigert wurde. Bei weiteren guten Verkäufen handelte es sich um eine Schäßburger Weinkanne aus dem 16. Jahrhundert, und einer Kronstädter Breitrandplatte mit Emblem der Gürtlerzunft (datiert 1745), die beide jeweils einen Preis von 5.000 Euro erzielten.

Zwei Singvogel-Spieldosen konnten beide eine gute Preissteigerung erzielen. Die Dose aus dem 18. Jh. wurde für 5.000 Euro verkauft, die andere aus dem 19. Jh. für 900 Euro.

Im Bereich der Hinterglasbilder stach besonders eine Ikone aus Sandl, 19. Jahrhundert vor, welche den Hl. Leonhard, ein Gnadenbild Maria Zell und den Hl. Florian zeigt.



Nachbericht: Russisches Kunsthandwerk
10. Mai 2008


Über 260 Positionen von edelstem russischem Kunsthandwerk kamen am 10. Mai 2008 zum Aufruf. Bereits um das erste Los entfachte sich ein heftiges Bietgefecht. Der auf 18.000 Euro geschätzte Kowsch (Moskau, 1752) mit einer Widmungsinschrift der Zarin Elisabeth von Russland an zwei bedeutende Kosakenführer, schnellte auf 32.000 Euro hoch und wurde an einen erfolgreichen Telefonbieter in den USA verkauft. Die Drähte liefen erneut heiß, als der erste von zwei Prunkhumpen (Moskau, Warwara Alekseewna Baladanowa, 1896-1908) aufgerufen wurde. Die Stimmung im Auktionssaal war zum Zerreißen gespannt, als mehrere Telefonbieter gegeneinander antraten und der bei 3.800 Euro angesetzte Preis bei 20.000 Euro zum Stillstand kam. Der zweite Prunkhumpen mit dem für Russland beliebten Motiv der Troikafahrt erzielte einen Preis von sogar 24.000 Euro. Eine Tischdekoration mit einer aufwendig gearbeiteten Silbermontierung (Moskau, Chlebnikow, 1908-1917) mit plastisch gearbeiteten Alkonosts wurde für 17.000 Euro verkauft.

Zum Aufruf kam ebenfalls ein Hahn aus Nephrit von Fabergé, in der Art, wie er auch bereits am Hof des Zaren nachgewiesen werden konnte. Bei mehreren Interessenten erhöhte sich der Preis bis auf 15.500 Euro hoch und verdoppelte damit den Startpreis von 7.500 Euro.

Im Bereich der religiösen Kunst stießen schon im Vorfeld zwei Cloisonné-Email-Ikonen auf großes Interesse. Während der Auktion traten gleich mehrere Anwärter um diese beiden seltenen Stücke an. Eine Ikone, welche die Muttergottes von Kazan (Moskau 1896-1908) zeigt, erreichte einen Zuschlagspreis von 4.500 Euro. Wesentlich hartnäckiger erwies sich ein Telefonbieter bei der Ikone mit der Muttergottes von Wladimir (Moskau, 1. Artel, 1896-1908). Der Schätzpreis steigerte sich um ein vielfaches, als das Gefecht letztendlich bei 29.000 Euro zum Erliegen kam.

Ebenfalls große Sprünge machten eine Tasse und Untertasse (Moskau, Wchuternas, Oganes K. Tatevosyan (Entwurf), 1920) mit einem außergewöhnlichen, politisch geprägten Dekor: thematisiert und künstlerisch umgesetzt wurde der 1920 in Baku stattfindende ?Congres Comintern?. Der Schätzpreis wurde von 1.500 Euro auf 10.000 Euro katapultiert.

Die Sparte Gemälde hatte zwei Glanzlichter: ein Ölgemälde von Wladimir Georgiewitsch von Bechtejeff (1878-1971) erzielte einen Zuschlagspreis von 12.000 Euro. Ein Gemälde des Künstlers Vladimir Ovchinnikov wurde mit 14.000 Euro zugeschlagen.


Nachbericht: Sammlung Weck
10. Mai 2008


Mit Spannung wurde die Versteigerung der Sammlung des Ehepaares Weck aus Bad Mergentheim erwartet. Die Auswahl an heimatlichen Schätzen, aber auch weit hergebrachten Kostbarkeiten, hatte das Interesse vieler Händler und Sammler geweckt.

Großartige Preissteigerungen kamen dann auch sogleich zu Anfang. Die Alten Meister erwiesen sich als besonders umkämpft. Als repräsentatives Beispiel soll hier nur die Mariendarstellung aus dem Italien des 16. Jh. genannt sein, die von mehreren Telefonbietern von 1.000 Euro auf 3.600 Euro hochgesteigert wurde. Der Preis eines Portraits einer alten Frau in Öl aus dem 19. Jahrhundert schoß in einem spektakulären Bietgefecht von 250 Euro auf 2.000 Euro. Die äußerst naturalistische Darstellung vier kleiner Kätzchen des bekannten ?Katzenmalers? Julius Adam verkaufte sich für 2.700 Euro und verfünffachte damit den Schätzpreis.

Die Spannung hielt sich auch im Bereich Porzellan, als die Meissner Stücke aufgerufen wurden. Eine Deckelterrine (Meissen, 2. Hälfte 18. Jh.) erhöhte den Preis von 250 Euro auf 1.100 Euro. Eine Figurengruppe, die holländische Bauern bei der Arbeit zeigt (Meissen, um 1740) wurde für 3.000 Euro verkauft und ein Harlekin, der einen Dudelsack spielt versechsfachte den Preis von 400 Euro auf 2.600 Euro. Höhepunkt aus dieser Reihe war ein seltenes Leuchterpaar (Meissen, um 1760) mit Rhesusaffen. Telefon- und Saalbieter kämpften um diese Stücke, bis ein Bieter den Kampf für sich entscheiden konnte und der Hammer bei 5.000 Euro fiel.

Eine seltene Schweizer Singvogel-Spieldose (Anfang 20. Jh.) erzielte ein gutes Ergebnis von 4.800 Euro.

Beim Aufruf von sieben Miniaturen aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhitzten sich erneut die Gemüter, so dass sich der Schätzpreis von 250 Euro um ein vielfaches erhöhte und bei 2.800 Euro zum Stehen kam.

Eine durchweg sehr gute Erfolgsquote konnte im Bereich Schmuck verbucht werden. Mit glänzendem Beispiel ging ein prachtvolles Diamantcollier aus dem Frankreich des 19. Jahrhunderts voran: es wurde für 11.000 Euro verkauft. Eine ausgefallene Art-Deco-Brosche verdoppelte den Preis von 5000 Euro auf 10.000 Euro. Glänzender Höhepunkt und Streitpunkt eines spannenden Bietgefechts zweier Interessenten am Telefon und am Saal war ein seltenes Art-Deco Diamant-Saphirarmband, dessen Preis von 10.000 geschätzten Euro auf 18.500 Euro hochkletterte.


Die angegeben Preise sind ohne die zuzüglichen 26% Aufgeld. Alle Angaben ohne Gewähr.

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