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Nachbericht : Tote Hasen beleben den Auktionssaal - Ketterer Kunst ( 08.04.2008 ) Translate this page
Nachbericht : Tote Hasen beleben den Auktionssaal - Ketterer Kunst
Hamburg, 07. April 2007, (kk/ah) - ? 2.700.000* erlösten die Frühjahrsauktionen Modern Art & Post War sowie Alte und Neuere Meister/Maritime Kunst am 4. und 5. April 2008 bei Ketterer Kunst in Hamburg. Die Alte Kunst konnte mit ihrem Ergebnis von rund ? 900.000* nicht nur den Erlös des gleichen Zeitraums des Vorjahres fast verdoppeln, sondern sorgte gleichzeitig für sehr beeindruckende Steigerungen, teils sogar bis zum 20fachen der Schätzung.


Angeführt wird die Riege der Top-Erlöse von Adriaen van Utrechts ?Küchenstillleben mit erlegtem Wild, Früchten und Gemüse?. Das in Qualität und Größe museale Werk aus dem Jahr 1646 honorierte ein südeuropäischer Sammler am Telefon mit ? 122.000.*

Mit dem Erlös von ? 70.000* wurde auch die Schätzung für Carl Spitzwegs ?Gnom, Eisenbahn betrachtend?, das Titelbild des Katalogs, mehr als verdoppelt. Doch auch wenn das ZEIT Magazin Leben dem ehemaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, dessen Lieblingsmaler Carl Spitzweg ist, diese malerisch und kompositorisch äußerst gelungene Arbeit besonders wegen des Motivs näher bringen wollte, so war es schließlich ein Sammler aus dem fränkischen Raum, der sich das 24 x 14,7 cm große Kleinod sicherte. Er setzte sich damit gegen den voll besetzten Saal, das gut gefüllte Auftragsbuch und vier Konkurrenten am Telefon durch.

Einen Zuschlag für die Franken hätte man auch für die ?Ausgiessung des Heiligen Geistes? des Bamberger Malers Sebald Bopp vermuten können, doch trotz reger Beteiligung aus der Region, wandert die bemerkenswert gut erhaltene Temperaarbeit aus den 1490er Jahren nun für den Erlös von ? 62.000* über den großen Teich nach New York.

Die wohl bemerkenswerteste Steigerung erfuhren zwei Ölgemälde nach Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, die um 1800 entstanden und mit je ? 3.000-4.000 taxiert waren. Während ?Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustenbrücke? bis auf ? 55.000* kletterte, schwang sich ?Der Neumarkt in Dresden vom Jüdenhof aus? sogar bis auf ? 59.000*. Das Interesse war groß, an den Telefonen wurde Englisch, Französisch und Italienisch parliert, denn ein halbes Dutzend Interessenten aus dem europäischen Ausland war vertreten. Dennoch verblieben beide Werke in Deutschland. Ein im Saal anwesender Händler aus Norddeutschland wußte genau was er wollte. Mit professioneller Beharrlichkeit ergatterte er die Arbeiten für sich bzw. seine Kunden.

Freuen dürfte sich auch der Einlieferer der aus Katalonien stammenden Temperaarbeit ?Christus und Heilige?, denn der ungestüme Bieteifer für die meisterlich gearbeitete Heiligendarstellung mit teils punzierten Gewändern sorgte für mehr als eine Verdreifachung der Schätzung von ? 15.000. Erst mit seinem Gebot von ? 50.000* konnte ein süddeutscher Sammler das Bietgefecht zum Stoppen bringen.

Ähnlich spannend gestaltete sich der Aufruf von Ottmar Elligers ?Fruchtgehänge mit zahlreichen Insekten?. Das in den 1660/70er Jahren entstandene Ölgemälde auf Holz konnte erst nach einigem Hin und Her für den Erlös von ? 49.000*, was fast einer Verdreifachung der Taxe von ? 18.000 entspricht, an einen Sammler aus Großbritannien abgegeben werden.

An der Spitze der Abteilung Modern Art & Post War steht eine ausdrucksstarke Arbeit von Christian Rohlfs. Sein ?Alter Mann und junges Mädchen? ging mit einer Taxe von ? 25.000 an den Start, wurde jedoch in kürzester Zeit von einem Kunstkenner aus Griechenland auf einen Erlös von ? 43.000* hochgesteigert.

Derselbe war auch bei Franz von Stucks Pastellarbeit erfolgreich und nahm dessen ?Tochter Mary als Spanierin? mit nach Hause. Mit dem von ihm gebotenen Erlös von ? 42.000 verwies er die internationale Konkurrenz an den Telefonen auf die Plätze.

Für Spannung im Auktionssaal sorgte mit der Katalognummer 19 gleich zu Beginn der Auktion Max Beckmanns Ölgemälde ?Kaninchendiebe im Hermsdorfer Wald (Hühnerdiebe)?. Hier wetteiferten per Auftragsbuch und Telefon ein halbes Dutzende Interessenten aus dem In- und Ausland, bis ein weiterer Kunde aus Griechenland die Schätzung von ? 20.000 mit dem von ihm gebotenen Erlös von ? 38.000 fast verdoppelte.

Die bei der Auktion am 4. und 5. April 2008 im Hamburger Meßberg 1 bei Ketterer Kunst unverkauften Objekte, können noch bis 16. Mai 2007 im Nachverkauf erworben werden.

*) Der Erlös entspricht dem Zuschlagspreis + 20 Prozent Aufgeld.



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