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Vorbericht: Auktion ?Kunst und Antiquitäten? (9. Mai 2009) - AUKTIONSHAUS DR. JÜRGEN FISCHER ( 24.04.2009 ) Translate this page
Vorbericht: Auktion ?Kunst und Antiquitäten? (9. Mai 2009) - AUKTIONSHAUS DR. JÜRGEN FISCHER
Heilbronn, 24. April 2009, (ah/pr) - Porzellan gilt noch heute als ?weißes Gold?. Zu Unrecht musste diese Bezeichnung das erste Meissener Porzellan tragen, das anfangs einen leicht gelblichen Farbton hatte. Die Glasur wirkte zudem grünlich und war leicht blasig. Erst zwischen 1717 und 1719 gelang es in Meissen, rein weißes Porzellan herzustellen. In diese Zeit fällt auch der Entwurf von Johann Jakob Irminger für eine Teekanne (Ausführung Meissen, um 1725), die von A. Seuter mit anmutigen Chinesienszenen bemalt wurde. Die Kanne aus dem so genannten Böttgerporzellan wird ab 22.000 Euro angeboten.

Johann Peter Melchior war seit 1768 Modellmeister der Höchster Porzellanmanufaktur und zählt zu den berühmtesten deutschen Bildhauern und Porzellan-Entwerfern seiner Zeit. Melchior war auch Formgeber einer ungewöhnlichen Porzellan-Gruppe: ?Die erlegte Taube?. Die hier vorliegende Gruppe wurde um 1775 ausgeführt und wird ab 8.000 Euro angeboten.

Eine ?Modedame mit Muff? von Konrad Hentschel ((Entwurf) 1906, Meissen (Ausführung), vor 1924) wird hier repräsentativ für das Jugendstilporzellan genannt. Der Schätzpreis liegt bei 2700 Euro.

Dieses Mal im Angebot sind auch mehrere Tänzerinnen von Goldscheider.

Der Bereich der Fayencen wird u.a. von einem Proskauer Walzenkrug (E. 18. / A. 19. Jh.) mit der Darstellung eines schreitenden Posaunenbläsers vertreten, Schätzpreis 2.200. Große Aufmerksamkeit richtet sich auch auf einen Walzenkrug mit der Darstellung des Johannes dem Täufer (Salzburg, Jakob Pisotti d.Ä., letztes Viertel 18. Jh.), Schätzpreis 6.500 Euro, sowie auf einen Birnkrug mit Allegorien (, Werkstatt Obermillner, um 1700), Schätzpreis 6.000 Euro.

Ein Koppchen mit Unterschale (Bayreuth, 1. Drittel 18. Jh.) aus der sogenannten ?Braunen Ware? mit feiner Goldmalerei eines Chinesen mit Pfeil und Bogen ist auf 850 Euro geschätzt.

Das Angebot wird außerdem durch eine Sammlung Bunzlauer, Waldenburger und Westerwald Steinzeugkrüge bereichert.

Eine kleine Sammlung von seltenen Zinnkrügen aus Siebenbürgen vollendet die Fayence- und Steinzeugofferte.

Der Bereich des Silbers wird angeführt einem großen Prunkhumpen mit Emblemen der Bierbrauerzunft (Wien, um 1880). Der Korpus ist aus messing- und bronzemontiertem Horn gearbeitet. Der seltene Humpen ist auf 35.000 Euro geschätzt.

Ebenfalls hohe Erwartungen sind an einen bedeutenden Renaissance-Humpen, (Breslau, Meister CB, Ende 16. Jh.) geknüpft. Die Wandung ist mit einer ausführlichen religiösen Ikonographie geschmückt: Über einer Mondsichelmadonna schweben zwei Engel mit Kronen sowie der heilige Georg zu Pferd beim Töten des Drachens und die heilige Margarethe mit Kreuz und Buch, zu ihren Füßen der Drachen. Der 425 Gramm schwere Becher ist auf 7.500 Euro geschätzt.

?Aus gegebenem Anlass? lädt das Auktionshaus Dr. Fischer außerdem ein, sich von den ausgewählten Design-Objekten mitreissen zu lassen.

Zu gegebener Stunde dient das aus unterschiedlich großen Röhren zusammengesetzte Sitz- und Liegeobjekt ?Tube Chair? von Joe Colombo (Entwurf 1969, Flexform, Mailand, 1969/70) als Ruhefläche. Es wird für 3.800 ? angeboten.

?Aus gegebenem Anlass? entstand im Jahr 1998 ein außergewöhnlicher Tisch, als sich 24 Künstler zum wiederholten Mal für die Unterstützung von Gerhard Schröder eingesetzt haben, der aus dem Erlös einen Kunstpreis auslobte, der an Hans Haacke ging. Dieser auf 60 Exemplare limitierte Künstlertisch enthält in einer Fläche aus Setzkästen unter Glas in der Größe von je 19 x 19 cm diverse Objekte von 24 international erfolgreichen Künstlern , wie bspw. Marina Abramovic, Uwe Bremer, Raffael Rheinsberg, Klaus Staeck und Werner Pokorny. Die sogenannte ?Tisch-Regie? führte Siegfried Neuenhausen; Ausgeführt wurde das vorliegende Exemplar bei Wilkhahn in Bad Münder im Jahr 1998. Schätzpreis: 12.000 ?

Aus einfachen Mitteln schafft der amerikanische Künstler John McCracken stilvolle, abstrakt-geometrische Kunstwerke. Das vorliegende Gemälde (Aquarell/Gouache) wird für 3.600 ? angeboten. John McCracken wurde 1934 in Berkeley, Kalifornien (USA) geboren. McCrackens Arbeiten wurden seit den 60er Jahren regelmäßig ausgestellt, darunter im Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent (2004-2005) und bei Hauser & Wirth in Zürich (2005, zusammen mit Paul McCarthy). Er nahm außerdem an wichtigen Gruppenausstellungen wie Primary Structures im Jewish Museum in New York und Five Los Angeles Sculptors in der Galerie der University of California in Irvine (beide 1966), sowie A Minimal Future? Art as Object 1958-1968 im Museum of Contemporary Art in Los Angeles (2004) teil. Einige seiner Werke, unter anderem auch kleinformatige Gemälde, wurden auf der documenta 12 in Kassel 2007 gezeigt. Diverse Ausstellungen im In- und Ausland, International vertreten u.a. im Guggenheim Museum, Soho, New York. Er lebt und arbeitet heute in New Mexico.

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