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Vorbericht: "? 40.000 für einen Strauß Blumen". Ketterer Kunst versteigert seltenes Florilegium (17./18.Mai 2010) - Ketterer Kunst Hamburg ( 29.04.2010 ) Translate this page
Vorbericht:
Hamburg, 29. April 2010, (ah/kk) - Schön und selten mussten sie sein, die Blumen, die Eingang in das barocke Florilegium ?Fleurs du Printemps et de L'Este? fanden, das am 17./18. Mai bei Ketterer Kunst in Hamburg in der Auktion Wertvolle Bücher - Manuskripte - Autographen - Dekorative Graphik sowie Maritime und Norddeutsche Kunst versteigert wird.

Neben Skizzen einheimischer und exotischer Arten beinhaltet das Florilegium auch 19 Darstellungen von Tulpen, die bei weitem kostbarsten Pflanzen dieser Zeit. Im 17. Jahrhundert stand erstmals das wachsende ästhetische Empfinden im Vordergrund und nicht die Frage nach dem pharmazeutischen Nutzen der Pflanzen. Vorlagen fanden sich unter anderem in den barocken Prachtgärten, die aus Liebhaberei und zu Repräsentationszwecken angelegt wurden. Mit einer Schätzung von ? 40.000 zählt das Manuskript zu den Höhepunkten der Auktion.

Ein weiteres florales Meisterwerk kommt mit der ?Flora Danica? zum Aufruf. Versteigert wird die vollständige dänische Ausgabe der ersten 29 Hefte des bedeutendsten botanischen Werks Skandinaviens. 1766 entstanden, ist es noch heute die umfassendste Darstellung der dänischen, norwegischen und auch norddeutschen Pflanzenwelt. So stammen zahlreiche Illustrationen u.a. von Martin und Michael Rößler aus Nürnberg. Die Schätzung für das mit 1860 Kupfertafeln versehene Buch liegt bei ? 15.000.

Ebenso hoch ist das Lateinische Stundenbuch aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts angesetzt. Das prachtvolle und reich illuminierte Manuskript auf Pergament stammt aus Frankreich oder Flandern und ist sehr laienfreundlich aufgebaut. So beginnen die einzelnen Bestandteile jeweils mit einer Überschrift in Rot und einer großen Initiale, deren qualitätvolle Miniaturen von ganz besonderem Reiz sind.

Den Bereich der Zoologie führt Thomas Pennants ?Zoologica Britannica. Britische Thiergeschichte? an. Die erste deutsch-lateinische Ausgabe in der Übersetzung des Nürnberger Kulturhistorikers Christoph Gottlieb Murr ist ein prachtvolles Werk über die Vögel und Vierfüßer Großbritanniens mit 132 altkolorierten Kupfertafeln. 1771-78 erschienen, geht es nun mit einer Taxe von ? 28.000 an den Start.

Ein Hochgenuss nicht nur für Mathematiker dürfte Thomas Whichcotes ?A plan of mathematical learning taught in the Royal Academy Portsmouth? sein. Das einzigartige, liebevoll und exakt gearbeitete handschriftliche Lehrbuch mit erstklassigen Illustrationen zur Schiffahrt entstand 1904 und behandelt alle für die Marine wichtigen Themen, darunter Arithmetik, Navigation, Segel-Lektüre, Mechanik und Trigonometrie. Die Schätzung liegt bei ? 15.000.

Bei den Autographen glänzt Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling gleich mit mehreren Briefen. Besonders spannend ist sicherlich, neben seinem Schreiben an Friedrich de la Motte Fouqué (Taxe: ? 900), den er um Mitarbeit an seiner Allgemeinen Zeitschrift von Deutschen für Deutsche bittet, auch ein sehr frühes und ungedrucktes Schreiben (Taxe: ? 600) des 23-jährigen Schelling an den nicht genannten Verlag Breitkopf und Härtel in Leipzig, der 1797 dessen Ideen zu einer Philosophie der Natur publizierte.

Abgerundet wird die Offerte von eimem reichhaltigem Angebot moderner illustrierter Bücher, darunter bedeutende Mappenwerke, Farbserigraphien und zeitgenössische Werke. Besonders hervorzuheben ist hier eine kleine Folge von expressionistischen Holzschnitten von Karl Lorenz mit Schätzpreisen von ? 400 bis ? 1500.

Neben Wertvollen Büchern, Manuskripten, Autographen und Dekorativer Graphik werden in dieser Auktion auch Arbeiten der Maritimen und Norddeutschen Kunst angeboten.

An erster Stelle sei hier Ernst Eitners ?Selbstbildnis mit Hut? genannt, ein eindrucksvolles Porträt des den Betrachter fixierenden, nachdenklich blickenden Künstlers. Zwar sind aus dem Werk Eitners einige Selbstporträts bekannt, meist sind diese aber in jüngeren Jahren entstanden. Das 1920 gefertigte Ölgemälde dürfte der Künstler eher für sich oder enge Freunde bzw. Verwandte gemalt haben. Die Schätzung liegt bei ? 10.000.

Im Bereich der Maritimen Kunst kommen wichtige Werke von Hans Bohrdt, Jules Brun, Lorenz Petersen und Peter Chr. Holm, Carl Saltzmann und Willy Stöwer zum Aufruf.

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