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Vorbericht: Auktion ?Kunst Und Antiquitäten? [Hargesheimer & Günther] ( 19.08.2008 ) Translate this page
Vorbericht: Auktion ?Kunst Und Antiquitäten? [Hargesheimer & Günther]
Düsseldorf, 19. August 2008, (ah/pr) - Quidquid agis, prudenter agas et respice finem !
Was immer du tust, tu es klug, und bedenke das Ende! Marsyas hätte in dem Wettstreit mit Apollon diesen dem 'Gesta Romanorum' entnommenen Vers befolgen sollen, bevor er nicht nur seine Haut, sondern auch sein Leben verlor.


In dem gleichnamigen Gemälde Johan Karl Loths (1632-1698), zeigt der bedeutende deutsch-italienische Maler in einem die verschiedenen zeitlichen Handlungsstränge geschickt verknüpfenden Bildgefüge seine Vorstellung von dem bevorstehenden Ende Marsyas (Taxe 6.500,- ?).Mit beachtlichen 1500 Positionen und somit einer Verdoppelung ihrer Losanzahl gegenüber dem furiosen Januardebüt sowie einem fast 500 Seiten umfassenden Auktionskatalog tritt Hargesheimer & Günther Kunstauktionen Düsseldorf zur zweiten Auktionsrunde in der Sparte Kunst- und Antiquitäten an.

Hochkarätige Objekte aus den Bereichen Skulptur, Gemälde, Porzellan, Glas, Jugendstil, Silber, Keramik, Asiatika, Schmuck, Mobiliar und Teppiche kommen an zwei Auktionstagen, am 5. und 6. September 2008 zum Aufruf.

Die mythologische Schandtat Apollons an Marsyas unterstützen bei den Altmeister-Gemälden des 17. und 18. Jahrhunderts Arbeiten der Maler Adrian Backer, Michiel Carree, Jacob van Hulsdonck, Adrian Hannemann, Christoph Nikolaus Kleemann, Gustav Lundberg, Anton Raphael Mengs, Willem de Poorter, Jan Maurits Quinkhard, Esaias van de Velde und Elias Vonck.

Figurenreich und mit leichten topographischen Freiheiten präsentiert sich ein Gemälde des Jahre in Rom lebenden und in Amsterdam tätigen Johannes Lingelbach (1622-1674) mit römischem Kolosseum und Konstantinsbogen (Taxe 2.200,- ?).

Die Düsseldorfer Schule ist mit den Brüder Andreas und Oswald Achenbach vertreten: eine in Öl ausgeführte Heidelandschaft des Andreas (Taxe 5.000,- ?) und ein von seinen Italienreisen inspiriertes Landschaftsaquarell mit Figurenstaffage des Oswald (Taxe 5.000,- ?).

Aus nordrhein-westfälischer Privatsammlung stammt eine Waldlandschaft mit Reiter, Schäfer und Schafen des Marinus Adrianus Koekkoek (Taxe 15.000,- ?).

Namen wie Alois Arnegger, Fritz Beinke, Herbert Böttger, Cölestin Brügner, Enrique Estevan Y Vicente, Heinz Flockenhaus, Georg und Wilhelm Hambüchen, Karl Hauptmann, Charles Hoguet, Charles Hue, Emil Hünten, Olof Jernberg, Karl Kauffmann, Christian Kröner, Rolf Dieter Meyer-Wiegand, Wilhelm Schreuer, Christian Sell d. J., August von Siegen u.v.a. sprechen für sich und zeigen die weit gefächerte Vielfalt des mehr als 450 Positionen umfassenden Gemäldeangebotes.

Liebhaber russischer Kunst kommen bei Hargesheimer & Günther sicherlich auf ihre Kosten. Hervorzuheben und für Sammler alter russischer Ikonen von besonderem Interesse ist ein in Leder geschlagenes und wohl aus dem 16. Jahrhundert stammendes aufklappbares altrussisches Triptychon mit Darstellungen der Mutter Gottes und dem Jesusknaben, der Heiligen Dreifaltigkeit, der Verkündigungsszene, den 12 Aposteln sowie alttestamentarischen Heiligen. (Taxe 6.000,- ?).


Vasilij Vasiljevic Vereshchagin malte das Portrait eines 'Dunkelhäutigen Mannes mit Tuch?, Sergei Swjatoslawski blickte über die 'Dächer einer Stadt', während es Konstantin Egorovitch Makovski mit den Damen hält. Thematisch interessant, ein 'Kosakenüberfall? des Karl Wilhelm Hahn (1829-1887), datiert 1858.

Von dem gesuchten St. Petersburger Maler Konstantin Andreevic Somov stammt eine reizende aquarellierte Frauenstudie 'La jeune femme? aus dem Jahr 1898, einer Schaffensphase, in der Somov im Besonderen Szenen aus dem russischen Rokoko und Biedermeier malte. (Taxe 8.500,- ?).

In ein asiatisches Gewand gekleidet und mit einem reich verzierten Doré-Sockel versehen brilliert eine bedeutende St. Petersburger Prunkdeckelvase. Die Vereinigung aus polychrom bemaltem Porzellan und feuervergoldeter Bronze stammt aus der Zeit des Zaren Nikolaus I. und lässt ein interessantes Bietgefecht erwarten. (Taxe 4.800,- ?).

Besonderes Augenmerk verdient der Bereich des Jugendstils, der wie bereits bei der ersten Auktion von Hargesheimer & Günther das Interesse des Publikums auf sich ziehen dürfte. Von höchster Seltenheit und möglicherweise als Unikat für eine Weltausstellung gefertigt ist der wohl aus der Werkstatt Richard Riemerschmid stammende, formvollendeter Propellerspiegel, das Highlight unter den Jugendstilobjekten (Taxe 5300,- ?).

Aus niedersächsischem Privatbesitz wurde eine große Sammlung höchst seltener und bedeutender Porzellanfiguren der Schwarzburger Werkstätten eingeliefert. Mit dem 'Tiger sitzend mit Antilopenkopf' wird eine in dieser Form bisher nicht nachweisbare Figur zum Aufruf kommen (Taxe 320,- ?).

Porzellane der Manufakturen Meißen, KPM-Berlin, Rosenthal, Jugendstilfiguren von Alfred König, Konrad Hentschel, Willi Neuhäuser, Glas von Legras & Cie, Emile Gallé, Andre Delatte, Daum Frères (Nancy), der Cristallerie de Croismare, Wilhelm Kralik, der Fachschule Zwiesel, der Gräflich Harrachsche Glasfabrik Neuwelt, der Josephinenhütte, Lötz Wwe., Moser, Muller-Frères, Pallme König & Habel, Steinschönau, sowie Silberobjekte von Georg Jensen, aus dem Hause Bruckmann und Thedor Müller aus Weimar versprechen interessante Bietgefechte.

In der Sparte der Silberobjekte sind neben einer seltenen, zwischen 1743 und 1745 entstanden Augsburger Zierkanne des Meisters Johann Georg Kloße (Taxe 3.800,- ?), ein Paar Breslauer Empire-Girandolen des Meisters Johann David Klose aus der Zeit um 1820 hervorzuheben (Taxe 2.200,- ?).

Ein Stück mit besonderem Seltenheitswert findet sich in der Rubrik 'Asiatika? - ein Aquarell des Abanindranath Tagore (1871-1951). Die mit erstklassischer Provenienz ausgestattete 'Tempelszene mit Musikanten? war ein persönliches Geschenk des Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore an den berühmten, lange Jahre in Kalkutta lebenden Anthropologen Prof. Dr. Dr. Egon Freiherr von Eichstedt. Das außerordentlich qualitätvolle Kleinod ist zugleich einer der Höhepunkte der Auktion von Hargesheimer & Günther (Taxe 12.000,- EUR).

Mit über 200 Positionen präsentiert sich umfangreich und vielfältig auch das Angebot an Porzellan-Objekten, vor allem Meißner Porzellan aus drei Jahrhunderten, darunter ein seltenes Ensemble mit Sahnegießer und Zuckerdose aus der Frühzeit der Meißener Manufaktur (Taxe 3.500,- ?).
Chinesisches Porzellan fast aller Epochen, eine Sammlung japanischer Netsuke, Tempelfiguren aus Thailand und China, Bronzen, asiatisches Kunsthandwerk und eine Sammlung balinesischer Künstler (I Gusti Nyoman Lempad u.a.) runden das mit fast 150 Objekten bestückte Angebot an asiatischer Kunst ab.

Hell leuchtende Frauenaugen, mit Entsetzen in ihre Geldbörsen starrende Ehemänner, die Offerte an 'Schmuck und Juwelen? bietet für jede Gefühlslage das Richtige. Mit mehr als 250 Objekten, die sich vom Barock bis zum Modernen Design erstrecken, wartet Hargesheimer & Günther auf. Fein geschliffene Diamanten und elegante Perlencolliers vermochten schon immer Frauenherzen höher schlagen lassen. Die Hoffnung bleibt, dass den Männern ihre ausweglose Situation bewusst wird, denn eine alte lateinische Redewendung besagt: Amantes amentes ? Liebende sind von Sinnen!


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