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Time to say goodbye oder Das Beste kommt zum Schluss - Letzter Art-Brunch bei Ketterer Kunst in der Prinzregentenstr. 61 ( 08.05.2008 ) Translate this page
Time to say goodbye oder Das Beste kommt zum Schluss - Letzter Art-Brunch bei Ketterer Kunst in der Prinzregentenstr. 61
München, 20. April 2008, (kk) - Ketterer Kunst nimmt Abschied vom Prinz Alfons Palais, denn Ende des Jahres eröffnet Firmenchef Robert Ketterer sein eigenes Haus für Kunst an der Neuen Messe München. "Bevor es soweit ist, findet am 1. Juni 2008 noch ein letztes Kunst-Brunch anlässlich der Auktionsvorbesichtigung vom 31. Mai bis 3. Juni in unseren Räumen in der Prinzregentenstr. 61 statt. Mit dabei sind auch dieses Mal die Top-Seller des letzten Jahres: Emil Nolde und Enrico Castellani?, so der Auktionator und Inhaber von Ketterer Kunst.

An der Spitze der Auktion Modern Art steht mit einer Schätzung von ? 150.000-250.000 Emil Noldes um 1925 entstandener "Frauenkopf mit rotem Haar" in leuchtenden Farben. Wohl in einem einzigen, äußerst intensiven Arbeitsgang entstanden, unterstreicht die Komposition, die den Porträtkopf auf eine Zentralachse hin ausrichtet, die suggestive Wirkung des Aquarells.

Ähnlich hoch taxiert sind zwei weitere Aquarelle von Nolde: Während sein um 1935 entstandenes "Meer (mit Abendhimmel)" mit einer Taxe von ? 150.000-200.000 zum Aufruf kommt, geht seine "Marschlandschaft (mit Sielzug und Bauernhaus)" aus dem Jahr 1918 mit einer Schätzung von ? 140.000-180.000 an den Start.

Neben einer "Bewaldeten Berglandschaft" aus den 1930er Jahren (Taxe: ? 60.000-80.000) kommt, der Jahreszeit entsprechend, mit zwei Blütenaquarellen (Taxe: je ? 100.000-150.000) auch der Frühling ins Haus. Insgesamt werden über ein halbes Dutzend Werke des bekannten norddeutschen Künstlers versteigert.


Aus südlichen Gefilden, direkt von der Côte d'Azur, kommt eine italienische Schönheit. Die Schätzung für Amedeo Modiglianis Farbkreidezeichnung "Cariatide", die kurz vor dem ersten Weltkrieg entstand, liegt bei ? 120.000-150.000. Der Künstler bleibt hier formal der klaren Linie treu, verleiht ihr jedoch eine Sinnlichkeit, die mit den kompakten Formen des knienden Aktes in seiner eleganten Haltung eine subtile Erotik vermittelt.

Etwas niedriger angesetzt ist mit ? 90.000-120.000 die Taxe für Heinrich Campendonks 1918 in Öl gemalte "Ländliche Impression/Selbstbildnis", die in frühsommerlichem Gelb erstrahlt.

Unter blauem Himmel tummeln sich auf grüner Wiese Pablo Picassos tanzende Faune. Die Taxe für den Farblinolschnitt aus dem Jahr 1959 "Faunes et chèvre" liegt bei ? 75.000-80.000.

Mit einer Taxe von ? 60.000-80.000 geht Oskar Schlemmers Bleistift- und Tuschearbeit "Zwei Köpfe, einander zugewandt" von 1928 ins Rennen. In diesem Blatt gelingt dem Künstler eine allgemeine, überpersönliche Darstellung des Menschen. Die feinen Schwarz-Weiß-Kontraste erzeugen in ihrer Reduktion die für Schlemmer typische seelische Gestimmtheit, mit der er sich von seinen Bauhauskollegen und Zeitgenossen unterscheidet.

Außerdem bietet der Bereich der Modernen Kunst u.a. auch Werke von Erma Bossi, Marc Chagall, Lovis Corinth, Jean-Baptiste-Camille Corot, Auguste Herbin, Karl Hofer, Henri Laurens, Fernand Léger, Tamara de Lempicka, Henri Matisse, Wilhelm Morgner, Leo Putz, Egon Schiele, Karl Schmidt-Rottluff, Arnold Topp und Lesser Ury.


Der Bereich Post War/Zeitgenössische Kunst, der in einem eigenen Katalog vorgestellt wird, ist bestens repräsentiert mit namhaften Künstlern wie Horst Antes, Fernando Bottero, Lynn Chatwick, Eduardo Chillida, Mauritz Cornelius Escher, Sam Francis, Rupprecht Geiger, Friedensreich Hundertwasser, Roy Lichtenstein, Markus Lüpertz, Neo Rauch, Niki de Saint Phalle, Pierre Soulages, Daniel Spoerri, Cy Twombly und Tom Wesselmann.

An der Spitze der Offerte steht hier der bereits erwähnte Enrico Castellani mit seiner Arbeit "Superficie bianca" aus dem Jahr 1995, die mit einer Schätzung von ? 80.000-120.000 angeboten wird.

Exemplarisch für die sieben Arbeiten von Jörg Immendorff sollen hier zwei Bronzearbeiten mit einer Schätzung von je ? 60.000-80.000 genannt werden: "Antonius" und "Malertod".

Für Spannung im Auktionssaal dürfte auch Albert Oehlens mit einer Schätzung von ? 70.000-80.000 bewertetes Ölgemälde "Frau als Eichamt" von 1982 sorgen. Als Vertreter der "neuen wilden Malerei" half der Künstler zu Beginn der 1980er Jahre das Medium der Malerei neu zu definieren und hinterfragte in bewegten, farbig und formal aufgewühlten Bildern das überkommene Kunstverständnis sowie die politische und gesellschaftliche Stimmung.

"Dass die Kunst sich selbst erzeugt und dann auch selbst entscheidet, was sie ist"*, davon ist Jonathan Meese, der Shootingstar der internationalen Kunstszene, überzeugt. Dennoch entstand die mit einer Taxe von ? 55.000-65.000 angebotene großformatige Mischtechnikarbeit "Dr. Lilithyr (General Tanz Sautanz, s.v.p.)" nicht von selbst, sondern wurde vom Meister eigenhändig gefertigt.

Auch Fritz Winter belebt die Offerte. Angeführt wird sein Ölgemälde-Trio von dem 1966 entstandenen "Räume Vertikal Rot". Die großformatige (251 x 205,5 cm) Arbeit wird mit einer Schätzung von ? 70.000-90.000 angeboten.

Einen besonderen Höhepunkt der Juni-Auktion stellt mit rund 60 Arbeiten u.a. von Franz Frank, Franz Gebhardt-Westerbuchberg, Paul Kleinschmidt, Robert Liebknecht, Theodor Rosenhauer, Werner Scholz und Alfred Wais die Sonderauktion Expressiver Realismus dar. Dieser ist ebenfalls ein eigener Katalog gewidmet.

Auktionsort: Gartensaal des Prinzregententheaters, Prinzregentenplatz 12 in München.
Auktionsbeginn: 04. Juni um 15 Uhr Expressiver Realismus im Anschluss Modern Art
05. Juni um 15 Uhr Post War

Die Vorbesichtigung ist zu folgenden Terminen möglich:

19.-22. Mai, 11:00 - 17:00 Uhr
Ketterer Kunst, Am Meßberg 1, Hamburg

24.-25. Mai, 11:00 - 19:30 Uhr
26.-30. Mai 10:00 - 19:00 Uhr
Ketterer Kunst, Fasanenstr. 70, Berlin

31. Mai - 1. Juni, 11:00 - 17:00 Uhr
02. Juni, 10:00 - 17:00 Uhr
03. Juni, 10:00 - 15:00 Uhr
Ketterer Kunst, Prinzregentenstr. 61, München

*Meese. zit. nach: Künstler Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, München 2006, S. 3

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