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Vorbericht - 167. Auktion Dr. Fischer ( 27.09.2007 ) Translate this page
Vorbericht - 167. Auktion Dr. Fischer
Das Auktionshaus Dr. Fischer meldet sich mit einem vielfältigen und anspruchsvollen Angebot von Glas aus über drei Jahrhunderten aus der Sommerpause zurück. Die fast 1000 Lose umfassende Auktion am 20. Oktober 2007 findet dieses Mal wieder im idyllisch gelegenen Trappenseeschlösschen in Heilbronn statt.

(pr) Die venezianischen Glasbläser waren Meister ihres Fachs. Mit größter technischer Raffinesse und höchstem künstlerischem Feingefühl zauberten sie meisterhafte Kunstwerke, die uns bis heute erhalten sind. Eine venezianische Doppelhenkelschale aus farblosem und blauem Glas aus dem 17. Jahrhundert ist ein Beweis für diese bedeutende Epoche.

Der berühmte österreichische Glasmaler Anton Kothgasser schuf um 1825 eine fein gemalte Ansicht des Wiener Stephansdoms, festgehalten auf der Wandung eines Ranftbechers (Taxe 4.900 ?). Ein zweiter transparent bemalter Becher mit einer Darstellung des Ritterschlosses in Laxenburg wird auf 1. 700 ? geschätzt.

Eine Prunkvase, um 1840, reich dekoriert mit naturalistischen Vogeldarstellungen in Winterlandschaft in feinster Emailmalerei kommt aus dem nordböhmischen Meistersdorf/Haida (Taxe 2.200 ?).

Highlights aus dem Bereich Schnittglas sind ein Altmündener Deckelpokal mit Wappen, um 1760 (Taxe 2.700 ?) sowie ein Allianzpokal aus der Glashütte Emde aus dem 3. Viertel 18. Jh. (Taxe 1.100 ?).

Zum Aufruf kommen ebenfalls eine Sammlung von Lauensteiner Blau- und Goldrandgläsern sowie diverse alpenländische Flaschen.

Ein prunkvoll dekoriertes Körbchen mit vollplastischem Floraldekor aus filigranem Milchglas entstammt dem italienischen oder französischen Raum des 18. Jh. (Taxe 600 ?).

An die Vergänglichkeit des Lebens erinnernd, weist ein Lebensalterbecher den Menschen in seine Grenzen. Der fein ausgeführte Glasschnitt wird Anton Simm zugeschrieben und ist um 1830 entstanden. Der Becher ist bei 4.300 ? angesetzt.

Aus einer hochqualitativen Sammlung von Emailglas sticht besonders eine erotische Darstellung auf einem Becher heraus, taxiert bei 1.100 ?. Vertreten ist auch eine ausgewählte Sammlung an Biedermeiergläsern.

Aus der Petersdorfer Glashütte Fritz Heckert stammen ein Reichsadlerhumpen und ein Ständehumpen, beide um 1880 entstanden und mit der für Heckert typisch traditionell ausgeführten Emailmalerei verziert. Den Ständehumpen ziert der Spruch: ?Eein Trupp der vornembsten Ständt der Welt vom Höchsten bis zum Niedrigsten, vom Niedrigsten bis zum Höchsten ? Kayser, Cardinal, Churfürst, Bischoff, Edellmann, König, Herzog, Graff, Freyherr, Bürger 1641?.
Liebhaber von Glas der École de Nancy werden in den Ausstellungsräumen des Schlösschens ins Schwärmen geraten. Das überaus reiche Angebot des französischen Glases wird von einer Marketerie-Vase mit der Darstellung einer Akelei von Emile Gallé angeführt. Der Ausrufpreis liegt bei 25.000 ?. Darunter befinden sich außerdem mehrere Arbeiten Gallés in Soufflé-Technik.

Die Manufaktur Daum Frères ist auch bei dieser Auktion mit zahlreichen hochwertigen Gläsern vertreten. Eine Schale mit geschnittenen Mohnblüten ist auf 9.500 ? taxiert.
Neuen Formen und Techniken der Glaskunst wandte sich Réne Lalique zu. Eine bedeutende, formgepresste Vase ?Penthièvre? (Paris 1928) zeigt in kräftigem, flächendeckendem Relief einen Schwarm von Phantasiefischen. Die signierte Vase ist auf 8.500 ? geschätzt.

Geometrische und klar strukturierte Formen treten auch bei einer seltenen Vase von Aristide Colotte, Nancy, entstanden um 1928 zu Tage. Die aus farblosem, dickwandigem Bleiglas gestaltete Vase ist mit einem geometrischen Ornamentfries verziert und preislich bei 4.700 ? angesetzt.

Ein breites Spektrum namhafter böhmischer Manufakturen versammelt sich dieser Tage unter dem Dach des Schlösschens: Loetz Wwe., L. Moser, Gräflich Harrachsche Glasfabrik. Arbeiten der Fachschulen Haida und Steinschönau runden diese Sparte ab.

Beim Glas der 50er Jahre ragt eine Vase ?Pezzame? von Venini, nach Entwurf von Fulvio Bianconi, hervor. Wer diesem außergewöhnlichen Glas verfallen ist, wird bei 19.000 ? in den Wettstreit eintreten müssen.

Prominentes Exponat beim Studioglas ist die aus blauem Glas gestaltete Plastik ?Taking off? aus dem Jahr 1994 von dem berühmten tschechischen Künstlerpaar Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtova, taxiert auf 38.000 ?.

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