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Hargesheimer & Günther: Furioses Debüt: 110.000 ? Für Rappoports Farbergé Ensemble ( 31.01.2008 ) Translate this page
Hargesheimer & Günther: Furioses Debüt: 110.000 ? Für Rappoports  Farbergé Ensemble
Nach 11 Stunden Versteigerungsmarathon, einer Verkaufsquote von nahezu 90% und Zuschlägen, die mitunter das Vielfache des Limitpreises überstiegen, waren nicht nur der Auktionator sondern auch die mehr als 150 Saalbieter erschöpft, als es gegen 21 Uhr bei der letzten Lot-Nummer ?.... zum dritten? hieß.

Furios begann die erste Auktion von Hargesheimer & Günther mit den Skulpturen. Bereits bei der ersten Position, einer polychrom gefassten Bronze-Elfenbeinfigur des in Paris tätigen Bildhauers ?Eugène Barillot?, konnte mit einem Zuschlag von 2.400 ? mehr als das 10-fache des Limitpreises realisiert werden. Das große Interesse zeigte sich bereits bei den ersten fünf Positionen: Neben den Saalbietern nahmen mehr als 50 Telefonbieter an den Bietgefechten teil. Bei der überaus seltenen und außerordentlich fein gearbeiteten orientalischen Bronze des Wieners ?Franz Bergmann? ging es heftig zur Sache. Die mit 200 ? äußerst günstig limitierte junge ?Orientalin? konnte erst nach einem langen Bietgefecht im Saal für 3.800 ? dem belgischen Handel zugeschlagen werden. Und so ging es munter weiter. Der österreichische Handel engagierte sich besonders stark für Anton Graths ?Frauenakt auf Steinbock?, den man korrekterweise als ?Frauenakt auf Widder? hätte bezeichnen müssen. Ob Widder oder Steinbock kümmerte die Telefon- und Saalbieter wenig, und die Skulptur wurde schließlich für 3.000 ? zugeschlagen.

Ein von einem internationalen Auktionshaus verschmähtes, wohl um 1700 entstandenes, kleines, russisches Tafelbild fand bei Hargesheimer & Günther seinen Platz und wurde zum Publikumsliebling der Auktion. Die mit roten Zipfelmützen bekleideten ?Tataren von Moskau? (Limit 600 ?) stießen auf großes, internationales Interesse. Das begehrte, kleine Meisterwerk wurde nach langem Bietgefecht für 14.000 ? ins benachbarte Ausland verkauft.

Stürmisch wie auf dem Gemälde ging es auch im Auktionssaal bei Jan Christianus Schotels ?Küstenlandschaft mit Schiffen? zu. Das meisterhafte Seestück wurde mit 4.800 ? aufgerufen und kehrt nach einem Zuschlag von 8.000 ? in die Niederlande zurück.

Auch spanische Kunst konnte das junge Auktionshaus erfolgreich verkaufen: Die Darstellung des ?Heiligen Sebastian?, eines spanischen Meisters aus der ersten Hälfte des 17. Jh. (Limit 1.800 ?) erfreute sich großer Beliebtheit und wurde für 6.500 ? an einen Telefonbieter versteigert. Ein Hauptstück der Auktion, die Darstellung einer Heiligen Dreifaltigkeit eines um 1500 tätigen spanischen Meisters, wurde ebenfalls erfolgreich für 8.500 ? zugeschlagen.

Überraschend erfreute sich eine mit 280 ? limitierte große, runde Urbino Zierplatte großer Beliebtheit bei zahlreichen italienischen Telefonbietern. Das im späten 19.Jh. entstandene und mit mythologischen Motiven reich dekorierte Objekt kehrt kann nach einem erfolgreichen Telefonzuschlag für 5.200 ? nach Italien zurück.

Ruhig wurde es im Auktionsaal als das Spitzenobjekt der Auktion, eine ?bedeutende, dreiteilige Fabergé-Tischdekoration? des Fabergé Meisters ?Julius Rappoport? zum Aufruf kam. Mehrere internationale Telefonbieter und zwei Saalbieter engagierten sich leidenschaftlich für die mit 20.000 ? limitierte und seltene Silberarbeit des russischen Meisters. Als nach einem langem Bietgefecht ein Saalbieter bei 110.000 ? den Zuschlag erhielt, brach im Publikum spontaner Applaus aus. Dieser Zuschlag war gleichzeitig das höchste Gebot der ersten Auktion von Hargesheimer & Günther.

Bedeutendes gab es außerdem aus der Sparte Möbel zu berichten: Ein anfänglich der Spiegelmanufaktur Lohr zugeschriebener barocker Pfeilerspiegel, der im Auktionskatalog jedoch bereits mit dem Hinweis auf den deutschstämmigen und für den schwedischen Königshof tätigen Burchardt Precht versehen war, fand international überaus großes Interesse und wurde für 19.000 ? einem Telefonbieter zugeschlagen (Limit 6.800 ?).

Hargesheimer & Günther Kunstauktionen Düsseldorf konnten bei ihrer ersten Kunst- und Antiquitätenauktion in allen Sparten überaus sehenswerte Zuschläge bis in den 6-stelligen Bereich erzielen. Nach diesem gelungenen Auftakt des jungen Auktionshauses kann man gespannt abwarten wenn es zum nächsten Mal heißt ?. zum ersten ?.. zum zweiten ?? zum dritten.

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